Seit 1952 Treffpunkt für die Nachbarn auf St. Pauli
Die gesellschaftlichen Probleme von Armut und Einsamkeit im Alter machen auch vor Hamburg und St. Pauli nicht halt. Dem Ziel, Menschen Halt und einen „Heimathafen“ zu geben, ist das Nachbarschaftsheim St. Pauli in der Silbersackstraße – mitten auf dem Kiez – seit 1952 verpflichtet. Gegründet mit dem Auftrag, „Frauen, Kindern und Jugendlichen im Nachkriegsdeutschland ein Zuhause zu geben“, besteht der Verein über 70 Jahre später aus zwei Einrichtungen: dem Nachbarschaftsheim mit Fokus auf Senioren sowie den Kinder- und Jugendtreff Silbersack.


Angebote und Anlaufstelle für Senioren auf St. Pauli
Das Nachbarschaftsheim öffnet seine Tore täglich um 14:00 Uhr. Es bietet Sozialberatung, Raum für gemeinsames Spielen oder einfach einen Ort, um andere Menschen zu treffen – zum Reden, Lachen und zum Austausch von Döntjes. Zur Unterstützung der Besucher werden Lebensmittel der Hamburger Tafel verteilt. Dank der Hilfe der Röder-Stiftung ist es zudem möglich, zweimal im Monat eine warme Mahlzeit anzubieten.
Ein Sommerfest ohne Essen?
Vor diesem Hintergrund ist das geplante Sommerfest für Bewohner und Freunde ein echtes Highlight im Kalender. Leider reichen in Zeiten knapper Kassen die bewilligten Mittel nicht einmal aus, um die Verpflegung für das Fest zu finanzieren. Ich freue mich daher sehr, dass ich ein wenig helfen konnte: Die Einnahmen aus einer Führung im Rahmen meines Projekts „Kiez-Tauchgang“ sind zu 100 % beim Nachbarschaftsheim gelandet.
Kiez-Tauchgang: kein Kult, aber mit Herz
Ihr möchtet mehr über eine der ältesten sozialen Einrichtungen auf St. Pauli wissen? Dann möchte ich Euch den Podcast mit Susanne Fink-Knodel aus der Reihe „Kiezmenschen“ ans Herz legen, den die MOPO zusammen mit „Kult-Kieztouren“ aufgezeichnet hat:
https://kiezmenschen.podigee.io/142-susanne-fink-knodel-62-nachbarschaftsheim-st-pauli
Besonders berührt hat mich die Schilderung, dass ein Gruppenausflug an die Ostsee für viele Besucher die einzige Gelegenheit ist, einmal aus Hamburg herauszukommen – für sie ist es quasi der „Jahresurlaub“.
Transparenzhinweis: Ich bin kein „Kult“ 😉 und habe daher keine Verbindung zu den „Kult-Kieztouren“. Vielmehr ist der „Kiez-Tauchgang“ für mich eine Herzensangelegenheit: Ich führe Menschen über St. Pauli, um die Einnahmen daraus zu 100 % an wichtige Projekte wie das Nachbarschaftsheim zu spenden.
Wer Lust hat, St. Pauli auf authentische Weise kennenzulernen und dabei gleichzeitig Gutes zu tun, kann sich gerne bei mir melden. Eine Übersicht über die bisherigen Spenden findet ihr unter: kiez-tauchgang.de/category/rettungsleine/.

