St. Pauli hat Herz – und manchmal braucht dieses Herz einen Ort zum Heilen.
Das Leben auf der Straße ist kein Sprint, es ist ein Dauerlauf unter Extrembedingungen. Wer dort krank wird, landet zwar im Krankenhaus, steht nach der Entlassung aber oft wieder vor dem Nichts. Ohne Schonraum ist Genesung fast unmöglich. Hier setzt die Krankenstube auf St. Pauli seit über 25 Jahren ein Zeichen für die Menschlichkeit.

Ein Radio für den Aufenthaltsraum
Dank des Honorars aus der letzten Kieztour im Rahmen eines Kiez-Tauchgang kann die Krankenstube ein neues Radio inklusive sicherer Halterung für den Aufenthaltsraum finanzieren. Es klingt nach einer Kleinigkeit, aber für Menschen, die oft nur Lärm und Hektik kennen, ist ein bisschen Musik und Normalität im Alltag ein riesiger Gewinn für die Seele.

Mehr als nur ein Bett: Die Arbeit der Krankenstube
Unter dem Leitbild „Gesundheit ist Menschenrecht“ bietet die Einrichtung der Caritas weit mehr als nur ein Dach über dem Kopf:
- Medizinische Versorgung: 18 Betten stehen bereit (6 davon speziell für nicht mehr ansteckende Tuberkulose-Patienten).
- Pflegerische Betreuung: Sieben Tage die Woche kümmert sich das Team um Wundversorgung, Medikamentenausgabe und die medizinische Erstversorgung.
- Ehrenamtliche Hilfe: Einmal pro Woche unterstützt ein Arzt die Patient:innen unentgeltlich.
- Perspektiven schaffen: Sozialarbeiter:innen helfen dabei, den Teufelskreis der Obdachlosigkeit zu durchbrechen und – im besten Fall – direkt im Anschluss eine Unterkunft zu finden.
„Jeder Mensch hat das Recht auf einen Lebensstandard, der Gesundheit und Wohl gewährleistet.“ (Art. 25, UN-Menschenrechtskonvention) – In der Krankenstube wird dieser Satz täglich gelebt.

So kannst du helfen
Für die Arbeit der Krankenstube ist die Caritas auf Spenden angewiesen. Wenn du direkt unterstützen möchtest, findest du hier alle Infos:
Über den Kiez-Tauchgang
Der „Kiez-Tauchgang“ ist für mich eine Herzensangelegenheit: Ich führe Menschen über St. Pauli, um Ihnen St. Pauli ein wenig näher zu bringen, Tipps für das weitere Wochenende zu geben und vielleicht Gründe, das Viertel noch einmal zu besuchen. Mein Honorar aus der Kieztour spende ich zu 100 % an soziale Projekte wie die Krankenstube.
Wer Lust hat, St. Pauli auf authentische Weise kennenzulernen und dabei gleichzeitig Gutes zu tun, kann sich gerne bei mir für einen Rundgang melden. Eine Übersicht über die bisherigen Spenden findet ihr unter: kiez-tauchgang.de/category/rettungsleine/.

